Aus purer Langeweile und aufgrund eines interessanten Beitrages im Mikrocontroller-Forum: alte DDR-Lichtschachtanzeigen VQBxx tunen habe ich heute eins dieser Displays, die in Massen dem Pollin LED-LCD-Sortiment beiliegen, zerlegt.
VQE21 zerlegt
VQE21 zerlegt Detail
Wie der Beitrag im Forum zeigt, ließe sich dieses Display mit modernen Einzel-LED nach-/aufrüsten. Das habe ich aber nicht mehr probiert.
Heute war eine Arduino-Spielerei fällig. Pollin verkauft derzeit ein ArduinoClone Pro Mini Board mit dem ATMega 168. Ein FTDI-breakout-Adapter von Watterott lag noch rum, ein DHT-11-Board ebenso. In weniger als 10 Minuten war die Software aus dem Internet heruntergeladen, alles zusammengesteckt und programmiert.
Ein paar Bilder:
FTDI breakout (USB-serial Adapter)
alles zusammengesteckt …
… und gestartet.
Hierfür benötigt man keine bzw. kaum Elektronik- oder Programmierkenntnisse. Es ist schon beeindruckend, was moderne Technik und entsprechende Abstraktion (Arduino-Konzept) möglich macht. Natürlich ist diese Schaltung so nicht praktisch nutzbar, aber auf die geschilderte Weise ist praktisch jederzeit ein schnelles proof of concept möglich. (mit z. B. anschließender klassischer Umsetzung per PCB- und Softwareentwicklung in C sowie Einbau in ein fertiges Gerät)
Da Schaltungen mit der Kombination 74HC595 und ULN2803A (oder ULN2003A) wohl sicher öfter vorkommen, werden auch öfter Prototypen gebaut werden. Hierfür gibt es auf Lochraster eine einfache Möglichkeit, mit sehr wenigen zusätzlichen Leitungen auszukommen. Die Idee kam beim Leiterplattenentwurf:
Layout in Eagle (hier mit ULN2003A)
Aufgrund der nahezu optimalen Pin-Belegung beider Bausteine können jeweils acht Pins beider Bausteine in je ein Loch der Lochrasterplatine gesteckt werden. Auf Fassungen muss allerdings verzichtet werden, da diese mit dem Kragen überstehen.
Details siehe Fotos:
Platine von oben (mit ULN2803A)
Platine von unten
Details von unten
Detail von unten
Ein gewichtiger Nachteil sollte nicht verschwiegen werden: im Fall des Defektes eines der beiden Chips ist die Konstruktion schwer zu reparieren. Das dürfte aber auch dann so sein, wenn man ohne Fassungen gearbeitet hat.
Heute war Zeit, mit dem launchpad etwas herumzuspielen. Vom letzten Pollin-Einkauf lag noch ein LCD herum, ein UC121902 mit einer SPI-artigen seriellen Schnittstelle. In mikrocontroller.net wurde für dieses Display eine Arduino-Bibliothek zur Verfügung gestellt, vielen Dank an den Autor. Damit war es ein Kinderspiel, die mitgelieferten Beispiele mussten nur geringfügig angepasst werden (verwendete Digital-Pins) und liefen dann sofort, siehe Beispielbilder:
launchpad mit dem angeschlossenen LC-Display
Ausgabe eines Demo-Programmes auf dem Display (Die ganz linke Stelle des Displays hat einen Segmentfehler)