Konzerte/Musicals

Shrek – Das Musical

Shrek – Das Musical, Admiralspalast, 31.01.2015, 15:00 Uhr

Shrek_Eintrittskarte

Dieses Musical ist einfach großartig. Das Ensemble tritt mit großer Spielfreude auf, viele kleine (Text- und Inhalts-)Änderungen gegenüber dem Film machen es völlig neu und einzigartig, so u. a. die Einbringung deutscher Märchenfiguren wie Frau Holle. (Insider: „Schnee für alle“) Die Musikauswahl ist grandios, die Stimmen sehr gut, ein kreatives, einfallsreiches Bühnenbild, die schauspielerische Leistung großartig, teils sind die Dialoge witziger als das Original. 🙂

Fazit: Das hat sich wirklich gelohnt!

Rocky – Das Musical – fight from the heart

Hamburg, TUI-Operettenhaus auf der Reeperbahn, 26.04.2013 – 20.00 Uhr

Dieses Musical ist eine klare Empfehlung. Das Bühnenbild ist großartig, die Dynamik der Originalvorlage ist einzigartig umgesetzt und zieht den Zuschauer fest in den Bann. Die Schauspieler/Sänger verdienen diese Bezeichnung absolut. Ich wage zu behaupten, dass das Musical viel besser als der Film ist. (Habe ich schon mal erwähnt, dass ich Boxfilme nicht mag? ;-))

Karte

Ostrock

Nicolai-Saal Potsdam, 07.04.2013, 16:00 Uhr

Es hätte wohl eher Ostschlager heißen müssen … nur wenige Ostrockmusik fand den Weg ins Musical. Dabei unter anderem Musik von Wolfgang Lippert (Erna kommt), Nina Hagen (ja, der vergessene Farbfilm), Thomas Natschinski (In der Mokka-Milch-Eisbar), Helga Hahnemann (Jetzt kommt Dein Süßer), Veronika Fischer (mjam, Graskauen auf der Wiese), Ute Freudenberg (Jugendliebe), Jürgen Hart (Sing, mei Sachse, sing), Elektra (Nie zuvor), Puhdys (Doch die Gitter schweigen, Lebenszeit), Karat (Sieben Brücken als Pausenmusik, Der blaue Planet), Udo Lindenberg (Sonderzug nach Pankow) und noch einige.

Die Story ist kurz erzählt: Der Wessi Michael, seines Zeichens Fluchthelfer und Westwarenlieferant, besucht seine Tante Erna im Osten an der Ostseeküste, liefert bestellte Westware (Klopapier) und überredet in der Mokka-Milch-Eisbar ein junges Liebespärchen zur „Republikflucht“. Zusammen mit seinem sächsischen Helfer (dessen Ostwitze waren echt genial!) organisiert er die Flucht. Als es ernst wird, können jedoch nicht beide zusammen fliehen. Sie müssen sich trennen, der junge Mann geht zuerst und sie bleibt zurück. Die Verführungen des Westens springen ihn an, während er darum bangt, dass ihre Flucht auch gelingt. Natürlich finden sie zusammen.

Jede Menge Ost-Klischees wurden ausgegraben. Trotzdem waren die Stimmungsbilder auf der Bühne oft falsch. Alte Ossis wie ich 😉 erkannten sich und ihre DäDäeR nicht wieder. Auch durften die Todesschüsse an der Grenze genauso wie Ereignisse um die Maueröffnung („Wir sind das Volk“, Schabowski-Pressekonferenz) nicht fehlen und political-correctness-Sprüche wie aus dem Schulbuch und an der Grenze des Erträglichen wurden abgeleiert. „Hinterm Horizont“ von Udo Lindenberg konnte das viel besser.

Der jugendliche Hauptdarsteller hatte eine für viele Songs völlig ungeeignete Stimme, die teilweise grotesk falsch und schwach klang. Die anderen Sänger waren ganz gut, besonders der Darsteller des Wessis „Michael“. Statisten und Hobbytänzer (sorry, anders kann man das nicht bewerten) begleiteten das Bild. Insgesamt wirkte es mehr wie eine aufwendige Schulaufführung als eine professionelle Musicalinszenierung. Aufgrund der eingängigen Musik hatten wir trotzdem Spaß.

PS: Unsere Sitzplätze waren grottenschlecht.

Ostrock